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Jahrbuch für hallische Stadtgeschichte 2021

Jahrbuch für hallische Stadtgeschichte 2021
Herausgegeben in Verbindung mit dem Verein für hallische Stadtgeschichte e. V.
von der Stadt Halle (Saale)

208 Seiten
60 s/w Abbildungen, farbiger Umschlag
Broschur, Schutzumschlag
16 x 24 cm
16,80 EUR
ISBN 978-3-89923-429-9
ISSN 1612-8192

Das Jahrbuch für hallische Stadtgeschichte 2021, wieder herausgegeben von der Stadt Halle (Saale) in Verbindung mit dem Verein für hallische Stadtgeschichte e. V., erfreut sich als wissenschaftlich fundiertes Lesebuch zur Historie der Saalestadt großer Beliebtheit. In der diesjährigen Ausgabe beschäftigt sich ein Aufsatz von Philipp Höhn mit dem politisch strategischen Handeln der Stadt nach einem Bündnisfall in der Hanse im ersten Drittel des 15. Jahrhunderts. Lucas Wölbings spannender Text kreist um einen historischen Mordfall und die Fehden eines sächsischen Adligen. Eigentlich hatte Kardinal Albrecht, der Erzbischof von Magdeburg und Mainz, den Adligen Wolf von Selmnitz zur Hochzeit eines Kammerdieners in die Moritzburg eingeladen. Der war weit nach Mitternacht nach dem Gelage auf dem Weg über den Markt zu seiner Herberge, auf deren Treppe es zu einer bemerkenswerten Begegnung kam, die Selmnitz nicht überlebte. Dieser besonders blutige und unritterliche Tod sorgte unter den Zeitgenossen für Aufsehen. Das Sandstein-Epitaph der Eheleute Selmnitz, das ihr Sohn errichten ließ, ist noch heute auf dem Stadtgottesacker zu sehen. Dem Wirken der modernen Tanzpädagogin Jenny Gertz (1891–1966) in Halle widmen sich Johanna Keller und Katrin Moeller. Besonders in der inklusiven Arbeit mit Kindern mit besonderen Beeinträchtigungen in reformpädagogischen Projekten und Versuchsschulen war Jenny Gertz verdienstvoll. Sie begriff Tanz als weltliches Projekt und als Integrationsmittel. Im Nationalsozialismus wurde sie zum Exil gezwungen, in den frühen Jahren der DDR zurück in Halle, widmete sie sich erneut ihren reformatorischen Projekten, arbeitete heilpädagogisch auch mit blinden Kindern. Norbert Böhnke analysiert den Kapp-Putsch in Halle unter besonderer Betonung einer Dekonstruktion der DDR-Erinnerungskultur. In einem Arbeitsbericht untersucht Susanne Feldmann die Geschichte gehörloser Menschen in Halle als Teil der Stadtgeschichte. Ein Tagungsbericht zum Tag der sachsen-anhaltinischen Landesgeschichte und die Jahresberichte des Stadtarchivs (einschließlich bedeutender Neuzugänge dort) und des Stadtmuseums vervollständigen die wieder reich illustrierte Publikation.

Inhaltsverzeichnis

Vorwort mit Rückblick
AUFSÄTZE

Philipp Höhn
Halle und die Hanse um 1427
oder: Warum man dem dänischen König die Fehde erklärt


Lucas Wölbing
Wolf von Selmnitz (1475–1519)
Ein hallischer Mordfall und die Fehden eines sächsischen Adligen


Johanna Keller und Katrin Moeller
Jenny Gertz (1891–1966) und ihre tanzpädagogische, inklusive Arbeit mit Kindern mit besonderen Beeinträchtigungen in reformpädagogischen Projekten und Versuchsschulen


Norbert Böhnke
Kapp-Putsch, Generalstreik und „Kampf um Halle“
DDR-Erinnerungskultur, ihre Dekonstruktion und was wir heute daraus machen.

ARBEITSBERICHT

Susanne Feldmann
Die Geschichte gehörloser Menschen in Halle als Teil der Stadtgeschichte

TAGUNGSBERICHT

Annika Sieber
Erinnerungskultur urbaner Eliten. Städtische Friedhöfe des 15.–17. Jahrhunderts
10. Tag der sachsen-anhaltischen Landesgeschichte in Halle

INFORMATIONEN

Jahresbericht des Stadtarchivs Halle (Saale) für das Jahr 2020
Jahresbericht des Stadtmuseums Halle (Saale) für das Jahr 2020
Ein Haus mit reicher Tradition in der Großen Ulrichstraße 51

Ralf Jacob
Ein bedeutender Neuzugang für die Nachlassabteilung des Stadtarchivs Halle (Saale) – Der Nachlass Karl und Elisabeth Thomas

Autorenverzeichnis
Abbildungsnachweis
Impressum

 

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