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Verleger und Fotograf

Janos Stekovics, 1959 im westungarischen Sárvár geboren, hat sich spätestens ab 1988 mit einer Fotoserie über Pusztabauern auch international einen Namen gemacht (Fotos der Serie wurden 1999 als Buch unter dem Titel „Die Junggesellen“ im Verlag veröffentlicht). Der Anlass für ihn, selbst Verleger zu werden, war recht ungewöhnlich: Janos Stekovics hatte Ende 1991 mehrere Fotoaufträge für verschiedene Verlage zu erledigen und brach sich mitten in der Arbeit im Merseburger Schloss ein Bein. Der Ungar hatte die nötige Ungeduld und ausreichend Selbstvertrauen, sich statt für eine beschäftigungslose Wartezeit für die Gründung eines eigenen Verlags zu entscheiden. Am 21. Januar 1992 war es soweit: Die Geburtsstunde für den Verlag Janos Stekovics schlug. Was folgte, war eine Erfolgsgeschichte der besonderen Art. Mittlerweile sind 517 Titel (Stand Januar 2022) erschienen, darunter Standardwerke zum Naumburger Dom, zum Quedlinburger- und Halberstädter Domschatz, zu den Klosterschätzen in St. Marienstern und Klosterneuburg bei Wien, den Meckelschen Sammlungen zu Halle (Saale), zum Dessau-Wörlitzer Gartenreich, den UNESCO Welterbestätten in Sachsen-Anhalt …

Im Jahr 2020 wurde der Fotograf und Verleger Janos Stekovics vom Land Sachsen-Anhalt für sein Engagement für das Bundesland Sachsen-Anhalt mit der Ehrennadel des Landes Sachsen-Anhalt ausgezeichnet.

„Ihre Arbeit ist von großem Idealismus und einer tiefen Verbundenheit zu Ihrer Wahlheimat Sachsen-Anhalt geprägt. Mit Ihren Publikationen leisten Sie einen wertvollen Beitrag, Sachsen-Anhalt, seine Kultur und Geschichte im In- wie Ausland bekannter zu machen. Sie bereichern mit Ihren Veröffentlichungen und mit dem von Ihnen gegründeten Verlag seit vielen Jahren das gesellschaftliche und kulturelle Leben in unserem Bundesland. Dafür sind wir Ihnen sehr dankbar.“ (aus der Rede des Staats- und Kulturministers Rainer Robra)